Meanwhile in Cambridge...

Montag, 08.12.2014

Es wäre nicht Cambridge ohne Ruderrennen: Also hab ich unlängst an meinem ersten Rennen teilgenommen - welch Aufregung!

Ach ja, übrigens, es war ein Rennen bei dem man sich verkleiden sollte (warum auch immer). Um den Aufwand dafür möglichst gering zu halten,haben wir uns entschieden, als 'Where is Wally' zu gehen, ein sehr raffinierter Schachzug

Es gibt in Großbritannien nämlich eine sehr beliebte Kinderbucserie: Wally ist nämlich folgender Junge, der gerne auf Reisen geht:

Und der Spaß daran ist, dass man ihn in Suchbildern wie diesem finden muss:

 

Also, wer findet Wally?

Glücklicherweise konnten wir für die Verkleidung ein rot-weiß gestreiftes Wally-T-shirt ausborgen, ratet mal von wem!

 

Jetzt hätte ich beinahe vergessen, vom Rennen zu berichten: kurz zusammengefasst - wir haben verloren.
Das erste Rennen war unsere allererste Erfahrung im sehr-schnell-Rudern (vielleicht hätten wir das vorher mal über sollen...). Beim zweiten Rennen lief alles gut, bis das gegnerische Boot in uns reingefahren ist!

Naja, dabei sein ist alles, und immerhin ist keiner von uns über Board gegangen, im Gegensatz zu folgendem Herren:

https://www.youtube.com/watch?v=1OruWHMjYp0

Glücklicherweise hat er einen Helm getragen!

Cuteness overload

Sonntag, 23.11.2014

Letztes Wochenende waren wir in Horsey, um wieder mal die Kegelrobben zu besuchen. Dort gibt es naemlich einen Strandbereich, der abgesperrt und geschuetzt ist, wo man von den Duenen aus die ganzen Tiere beobachten kann.

Die Kegelrobben kommen naemlich ab circa Anfang November an den Strand, um dort ihre Jungen zu gebaeren - am Strand sieht man also ganz mega-flauschige Robbenjunge!

Achtung: cuteness overload!

 

Die Mutter kommt an Land und bekommt schon am naechsten Tag ihr Junges (sie haben immer nur ein Jungtier, wie bei den Menschen). Dieses wird dann drei Wochen lang gesaeugt. Die Muttermilch hat 60 % Fett, sodass das Junge in den ersten drei Wochen jeden Tag zwei Kilo zunimmt. Dann kehrt die Mutter ins Meer zurueck, und das Junge bleibt noch drei Wochen lang allein am Strand, um das Fell loszuwerden:

 

Ab November ist also am Strand voll viel los:
Schliesslich leben auch 40 % aller Kegelrobben weltweit in und um Grossbritannien.

 

Die Maennchen kommen in dieser Zeit auch an Land, um sich mit den Weibchen zu paaren. Die befruchtete Eizelle bleibt dann fuer drei Monate inaktiv, bevor sie sich einnistet, und die richtige Schwangerschaft beginnt. Dann ist das Weibchen neun Monate schwanger, und das naechste Junge kommt also genau ein Jahr spaeter, zur gleichen Jahreszeit, auf die Welt.

 

Man beachte die Turnuebungen des hinteren Jungen:

 

Beim unteren Bild kann man sogar noch die Nabelschnur vom hinteren Jungen sehen! So frisch ist es noch!

Wenn die Jungtiere also nach weiteren drei Wochen ihr weisses warmes Fell verloren haben (sie sind nun insgesamt 6 Wochen alt), machen sie sich allein auf ins Meer, um zu lernen, wie man Essen faengt. Kegelrobben ernaehren sich von Fischen, Krustentieren, Oktopussen und Aalen.

Kegelrobben koennen bis zu 70 Meter tief tauchen und circa 30 Minuten die Luft anhalten.

Zwischendurch muessen sie immer wieder mal an Land kommen, um sich auszuruhen, aber sie koennen auch groessere Distanzen auf hoher See schwimmend zuruecklegen, z.B. von England nach Holland oder nach Norwegen - manche Robben werden naemlich mit Chips registriert, sodass Forscher die Migration nachverfolgen koennen.

 

Achja, Horsey ist in einem Naturreservat mit Duenenlandschaft und Salzmarschen, die Gegend ist also auch sehr schoen. Und natuerlich auch sehr stimmungsvoll bei Sonnenuntergang:

Start of term

Samstag, 04.10.2014

Semesteranfang

Ganz nach Cambridger Tradition hab ich mir jetzt einen Talar gekauft - gown auf Englisch - ausgesprochen wie town, nur mit g.
Der wird bei der Matrikulation, also Einschreibung, und bei festlichen Anlaessen, wie z.B. den 'formal halls', also formellen Abendessen, getragen.

Beim Anprobieren im Geschaeft bin ich mir vorgekommen wie Harry Potter bei Madam Malkin's Robes for all Occasions in der Winkelgasse

Tatsaechlich hat das Geschaeft, in dem ich war, auch so einen tollen Namen:
Ryder and Amies - The Original University Store since 1864 - Hosiers and Shirtmakers - Club Outfitters - General Tailoring - Robemakers

Also hier ein Photo:

 

Matriculation Dinner

Am Donnerstag hatten wir dann unser 'Matriculation Dinner', also das erste Formelle Abendessen, mit dem wir im College willkommen geheissen wurden.
Als Erstes gab es Aperitif in der Stanley Library, einer alten Bibliothek im College:

 

Natuerlich, weil es sich ja um einen festlichen Anlass handelt, tragen alle festliche Kleidung und den gown.

Dann gab es das Abendessen in der 'Great Hall', der Grossen Halle:

Auf der Speisekarte standen uebrigens:
Kartoffel-Brunnenkresse-Suppe
Feuillete (Blaetterteig) mit Artischocken, Lauch und Erbsen auf Champagner-Karotten-Sauce
Maracuja-Koestlichkeit auf Mangosauce mit frischen Fruechten
Alles ausgezeichnet, und natuerlich hatte alles so komplizierte Namen, wie in einem teuren Restaurant

 

Rudern

Und dann hab ich gleich noch was fuer Cambridge sehr typisches ausprobiert: Rudern.Jedes College hat ja eigene Bootteams, und zum Semesteranfang kann das Rudern jeder ausprobieren, und wem es gefaellt, der kann dann gleich dem Verein beitreten. Muss mal schauen, ob ich vom Ausprobieren viele Spatzen bekommen hab, dann werd ich mich entscheiden, ob ich danach weiter mach

(Ich bin die zweite von links, grad voll in Action )

 

Ach ja, das Ein- und Aussteigen sollte man auch sehr koordiniert angehen, da man sonst schnell mal unfreiwillig im Wasser landet...

 

Tom Daaaaaley!

Samstag, 28.06.2014

Untertitel: Not.

wieder mal schon eeewig her... waren wir in Sheffield, um uns voller Begeisterung die britischen Staatsmeisterschaften im Wasserspringen anzuschauen - huhuhu! (Toni war nicht ganz so aufgeregt und begeistert wie ich... )

Naja, Tom Daley, mein absoluter Lieblingswasserspringer, hat leider nicht teilgenommen, genauso wie die restlichen Top-Springer und Top-Springerinnen Großbritanniens, weil zum selben Zeitpunkt die Diving World Series in Mexico stattgefunden haben. Alles halb so schlimm, es war trotzdem echt sehr spektakulär!

Jedenfalls haben wir uns jeweils die Vorausscheidung und das Finale der Wettbewerbe 3-Meter-Sprungbrett-Damen und 10-Meter-Plattform-Männer angeschaut.

 

Matthew Dixon, der Junge ist erst 14!

  • Es gibt vier moegliche Ausfuehrungen, also in welcher Position man waehrend dem Sprung ist: gestreckt, gehechtet, gehockt und frei.

Im Bild oben springt Matty gehockt.

 

Dieser Sprung ist gehechtet:

 

Der Sprung ist gestreckt, der Herr macht gerade eine Schraube:

 

Auch gestreckt:

 

Man muss sich mal vorstellen, wie hoch 10 Meter sind!
Ausfuehrung hin oder her, beim Eintritt ins Wasser muss man natuerlich immer ganz gestreckt und gerade sein, sonst kann das Ganze ziemlich schmerzhaft sein...:

 

  • Ausserdem gibt es es sechs verschiedene Sprunggruppen, also aus welcher Position man losspringt: vorwaerts, rueckwaerts, Auerbach, Delphin, mit Schraube, und aus dem Handstand.

Hier sieht man einen Sprung aus dem Handstand:

 

Den 10m-Plattform-Bewerb hat uebrigens der eingangs erwaehnte Matty Dixon gewonnen, der uebrigens auch England bei den Commonwealth Games vertrat, und Neunter wurde.


Erster wurde uebrigens Tom Daley, der eigentlich in einer eigenen Klasse sprang: er siegte mit 516 Punkten, der Zweite erreichte bloss 433.


Bewertet wird Wasserspringen uebrigens so aehnlich wie Skispringen - nur es gibt keine Windpunkte - haha! Je nach Wettbewerb gibt es eine verschiedene Anzahl an Juroren, und davon immer Streichresultate, also mind. die hoechste und die niedrigste Bewertung werden gestrichen, z.B. 7 Juroren bei den Commonwealth Games, und die jeweils 2 besten und 2 schlechtesten werden gestrichen.

Die Juroren bewerten dabei (sagt Wikipedia, hihi):

  • Sprunghöhe, Abstand zum Brett
  • technische Ausführung, Körperhaltung, Koerperspannung
  • Eleganz, Gesamteindruck
  • Eintauchen
  • Absprung, Sprungrichtung

Die drei Bewertungen, die nicht gestrichen werden, werden dann addiert und mit dem sogenannten Schwierigkeitsgrad multipliziert, um schlussendlich die Punkte fuer diesen Sprung zu bekommen.

Der Schwierigkeitsgrad haengt davon ab, wieviele Saltos und Schrauben man macht, welchen Absprung man macht, also welche Sprunggruppe, und wahrscheinlich von noch einigem, was ich nicht weiss.

Meistens gibt es dann bei einem Wettbwerb eine Vorausscheidung, und dann spaeter den eigentlichen Wettkampf. Dabei hat jeder Springer/ jede Springerin ein Programm von meistens fuenf oder sechs Spruengen, die man im Voraus angeben muss.

 

So, genug erklaert, bei den Damen sahen wir uns den 3m-Sprungbrett-Bewerb an:

Dabei ist es natuerlich noch schwieriger, Photos zu machen, weil alles noch viel schneller vorbei ist

Ein gehockter Sprung:

 

Und ein gehechteter Sprung:

 

Gewonnen hat den Bewerb Alicia Blagg, sie wurde bei den Commonwealth Games Siebente.

 

Man muss auch noch sagen, dass es in England auch eine ganz ander Infrastruktur fuer diese Sportart gibt:

(Und fuer Schwimmen, wie man sieht auch, und sicher auch noch fuer so einiges anderes...)

 

Und das Beste kommt zum Schluss - hier hatte Toni Spass

 

 

Jurassic Park

Samstag, 14.06.2014

Untertitel: Ähm, Jurassic Coast.

Weil mein Geburtstagsausflug so toll war, machten wir für Tonis Geburtstag natürlich auch einen super Geburtstagsausflug, und zwar an die Jurassic Coast.Dieser Küstenabschnitt im Süden Englands heißt so, weil er 180 Millionen Jahre geologische Geschichte in nur 155 Kilometern zusammenfasst. Das heißt, dass es dort Felsen und Gestein aus dem Trias-, Jura- und der Kreidezeit gibt, und dass man dort leicht Fossilien finden kann.Die Hinfahrt für sich war schon ziemlich aufregend: Wir haben das Dorf, wo wir in der ersten Nacht schlafen wollten, Swanage, einfach ins Nawi eingegeben. Es liegt auf einer Halbinsel, und wir fuhren nicht, wie erwartet, an Land hin, sondern auf einmal ging die Straße nicht mehr weiter und wir standen in der Bucht am Fährhafen! "Naja,dann nehmen wir halt die Fähre", dachten wir uns, die Überfahrt dauerte nur circa 10 Minuten und kostete nur 3 Pound, und das Nawi zeigte uns genau, wo unser Auto war:

Am nächsten Tag sah man auch shcon mehr Blau am Himmel:

Bevor wir dann an die Küste fuhren, machten wir noch einen Abstecher in das nette Dorf Cofre, und zu Cofre Castle, einer Ritterburg aus dem 11. Jahrhundert. 1645 wurde sie belagert, konnte aber nur eingenommen werden, da Verräter im Inneren Bomben gezündet haben. Deswegen lehnen viele der Wände so über, dass man Angst hat, sie fallen gleich um:

Und auch das Dorf Cofre war sehr malerisch: Weiter geht's an die Küste, und zwar nach Lulworth Cove. Dort war so schönes Wetter und das Meer so blau: Wir haben das Photo nicht bearbeitet - ehrlich!

Diese Bucht entstand auf natürliche Weise, weil die vorderste Gesteinsschicht am widerstandsfähigsten ist, und sobald das Meer dort mal durchkam, die verschiedenen Gesteine dahinter leicht auswaschen konnte.An der Küste entlang spazierten wir Richtung Westen, und kamen an vielen interessanten Felsformationen vorbei:

Schließlich stiegen wir einen ziemlich steilen und steinigen Weg Richtung Meer hinab, und wir wären nicht in England, wenn man hier nicht Tee kaufen könnte! Im Sommer! Am Meer!

Und schließlich kamen wir zu Durdle Door:

Und weil's so schön war, musste ich natürlich schnell mal wieder Schwimmen gehen und ja, es ist kälter als es aussieht, deswegen sieht man auch nicht mehr Leute im Wasser.

Das Wetter war so schön, dass wir uns sogar schon vor der Sonne schützen mussten - und ich fühlte mich als Superheld inspiriert :

Am nächsten Tag war das Wetter nicht ganz so schön, dafür gabs auf der Isle of Portland (das ist natürlich auch eine Halbinsel) einen aktiven Leuchtturm zu besichtigen

 

inklusive Fresnellinse....

und natürlich Weitblick auf das Meer

Noch ein Rückblick auf den Leuchtturm bevor es weitergeht

Hier ein Blick auf Chesil beach - ein Kiesstrand der die Halbinsel mit dem Rest der Insel verbindet. Im der Bucht rechts davon fanden übrigens die Segelbewerbe bei den olympischen Spielen statt.

Und weil es am Heimweg lag, schauten wir uns noch folgendes altes und relativ bekanntes"Bauwerk" Grossbritanniens an....

Nachdem die Steine schon seit 4500 Jahren da stehen, hat es sich Lisa dann doch noch einmal anders überlegt...

Dieser FC Liverpool...

Montag, 02.06.2014

Weil man als Österreicher den 1. Mai würdig feiern muss, beschlossen Isabella und Luk, uns bei der Gelgenheit zu besuchen. Außerdem ergab es sich günstig, dass eigentlich ein Match des FC Liverpool stattgefunden hätte...

 

London

Natürlich durfte ein Besuch nach London nicht fehlen, und wir schauten uns die St. Paul's Cathedal an. Wir erklommen eine Unmenge an Stufen, als erstes Etappenziel erreicht man die sogenannte Flüstergalerie, im Inneren zu Beginn der Kuppel. Angeblich kann man dort verstehen, was gegenüber geflüstert wird - daher der Name. Allerdings waren wahrscheinlich zu viele Leute in der Galerie und der Kirche selbst, dass die Flüsterei die Hintergrundgeräusche nicht übertönen konnte. Hier also die Aussicht von der Flüstergalerie in die Kirche hinunter:

Und schlussendlich ganz oben angelangt war die Aussicht auch nicht so schlecht, mit den grauen Wolken war die 'Skyline' sehr stimmungsvoll:

Rolltreppen gab es leider nicht die Kathedrale hinauf, sondern nur zur 'tube', wie die Briten so sagen, der U-Bahn:

 

Cambridge

Und weil wir gerade so fleissig dabei waren, Kirchtürme zu erklimmen, gingen wir auch auf den Turm der Great St Mary's Church, der Hauptkirche von Cambridge. Die Aussicht runter auf den Marktplatz ist natürlich nicht mit der Aussicht von der St. Paul's Cathedral zu vergleichen, naja, aber eigentlich auch ganz nett

Und hier sieht man im Turm den Glöcknerraum (heisst das so?). Kirchenglockenläuten ist ja auch ein ganz großes Hobby der Briten (neben Vogelbeobachten und afternoon tea trinken). Es gibt eigene Vereine, die sehr regelmäßig proben, die Glocken in ganz bestimmten Abfolgen und Rhythmen zu läuten, dass dabei Melodien entstehen. Es gibt sogar eigene Wettbewerbe in diesem Sport! (Sport?) Und wenn man kurz vor einem Wettbewerb ganz besonders viel üben möchte, gibt es dafür sogar Simulatoren, damit nicht die ganze Stadtbevölkerung unter dem Ehrgeiz des lokalen Teams leiden muss. Sachen gibt's...

 

Horsey

Natürlich sind wir auch ans Meer gefahren, und zwar nach Horsey in Norffolk. Der Strand von Horsey wird von Kegelrobben bewohnt, die man dort also ganz aus der Nähe betrachten kann.

Wichtig ist, die 'richtige' Fußballmannschaft zu unterstützen... :

Affen bei der Bananenfütterung :

Wie spazierten ein Stück entlang der Dünen:

Bis wir schließlich zu den Robben kamen:

Man beachte die coolste Surfrobbe im Wasser!

Man beachte die Robbe im Vordergrund, die gerade Turnübungen macht, und uns ganz neugierig betrachtet (die Position nachzumachen ist garnicht so leicht...) :

Man beachte das kleine hellere Junge in der Bildmitte, das war am allersüßesten! cuteness overload

Am rückweg geht's zuerst die Düne hinauf:

Und dann die Düne wieder hinunter - juhu - Butterwalgen!

 

Horning

Am Rückweg machten wir einen Zwischstopp in Horning, einem idyllischen Dorf im 'Broads National Park', wo wir uns in einem typischen 'tea house' stärkten:

Und Mama entdeckte dort auch 'ihr' Boot (man kann es am Photo nicht gut erkennen, das nette Boot im Hintergrund heisst auch Isabella) :

 

Ely

Ely liegt zwar nichtmal 30 Kilometer von Cambridge entfernt, trotzdem brauchten wir fast ein halbes Jahr, um es uns einmal anzuschauen, und das, obwohl die Kathedrale von Ely weithin bekannt ist - zurecht.

Das sogenannte 'Octogon', der achteckige Turm, ist eine sehr komplizierte Holzkonstruktion und gilt als Meisterleistung im Mittelalter.

Ach ja, hab ich schon erwähnt, dass man schon 1083 mit dem Bau der Kathedrale begann? Im Laufe der Jahrhunderte kamen natürlich immer weitere Abschnitte dazu.

Im Park der Kirche gibt es nicht nur jede Menge Hasen, sondern auch Pferde:

Die Kathedrale vom Park aus, mit einem sehr gutaussehenden jungen Mann im Vordergrund und rechts das 'Octogon':

Und noch die Vorderansicht vom Eingangsportal:

 

London

Und weil es dort so toll ist, sind wir gleich nochmal nach London gefahren. Die meisten Photos sind ohnehin selbsterklärend:

Fahrt mit einem Stockbus, erste Reihe oben frei - juhu:

Der Shard:

Und zum krönenden Abschluss - ohne Worte:

(Achja, im Hintergrund ist der 'Tower of London')

Kommt uns bald wieder besuchen!!!

 

Und es gibt ihn doch!

Dienstag, 20.05.2014

Untertitel: Den britischen Sommer!

 

An diesem Wochenende war ich ja so aufgeregt, dass es so tolles Wetter hat, dass ich das sofort mal in die Welt hinaustragen wollte, aka auf den Blog stellen. Nunja, und bis der Rest vom Wocheende bereit zum online-stellen war, dauerte es natürlich ein bisschen...

 

Wie weiter unten schon gezeigt, waren wir am Sonntag in unserem Lieblings-Seaside-Resort: Southwold! Southwold überzeugt mit einem schönen Strand, bunt-bemalten Strandhüttchen, den besten Pier in England (persönliche Meinung), einem netten Dorf, und einem Leuchtturm (den wir immer noch nicht besichtigt haben, obwohl wir schon zweimal dort waren) achja, und um dem allem noch eine Schaumhaube aufzusetzen, eine Brauerei (ach ups, britisches Bier hat ja keine Schaumkrone...)

 

 

 

Zuerst war ich ja skeptisch, ob es so etwas wie einen britischen Sommer geben sollte - schließlich gab es ja keinen britischen Winter heuer. Und mit Winter meine ich (als österreichischer Staatsbürger) Schnee, Frost, Eis, Temperaturen unter 0 °C - alles Fehlanzeige in Cambridge. Dieses Phänomen nennt sich ja auch maritimes Klima, im Gegensatz zum Kontinentalklima. Kurz zusammengefasst bedeutet es: zu jeder Jahreszeit ist das gleiche Wetter.

Dass es gottseidank wirklich nicht ganz so schlimm ist, haben wir am Wochenende festgestellt: Da hat nämlch der Sommer Einzug gehalten, mit 23 °C, blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein.

Das musste natürlich auch ausgenutzt werden, wer weiß, wann wieder und wie oft noch wir hier die Gelegenheit haben, tatsächlich Flip-Flops zu tragen. Also erkundeten wir am Samstag das Freibad im Park 'Jesus Green'. Das Becken ist eines jener sogenannten 'Lidos', die in den 1930er Jahren en masse in Großbritannien errichtet wurden - Betonbecken in idyllischer Lage.

Das Becken in Cambridge ist tatsächlich 100 yard lang, also 91 Meter, um das Schwimmen in der Cam, die gleich daneben fließt, nachzuahmen.

Und weil die Briten hart im Nehmen sind, ist das Becken natürlich nicht beheizt...

Aber von so Nebensächlichkeiten ließen wir uns natürlich nicht aufhalten! Wir sprangen beide ins kühle Nass und tauchten sogar unter.

 

Und am Sonntag machten wir dann einen Ausflug ans Meer, in unser Lieblingsstranddorf Southwold. Ganz kurz war ich ganz aufgeregt, als Toni sagte: 'Die Nordsee hat 15 - 16 °C.' Doch meine Begeisterung hielt sich nicht lange, genauer gesagt bis er weiter erklärte: 'Im August.'

Tatsächlich hatte es, Mitte Mai, dann etwa 12 °C. Ja - ziemlich erfrischend... Die Temperatur kann man übrigens auch aus meinem Gesichtsausdruck erahnen. Toni konzentrierte sich währenddessen lieber aufs Photographieren, und musste natürlich darauf achten, dass der Photoapparat nicht nass wird...

 

Das hab' ich wo gelesen ;)

Samstag, 10.05.2014

Vor Ostern bekamen wir Besuch von Tonis Tante, Onkel und Cousinen. Wir haben uns sehr gefreut und sehr viel unternommen. Und vor allem hatten wir sehr gut informierte Gäste, da Christl über fast alles, das wir anschauten, schon was gelesen hatte...

 

Cambridge

In Cambridge wurde die King's College Chapel besichtigt (das ist die 'Kapelle', die eigentlich als Kathedrale bezeichnet werden sollte...)

Außerdem wurde die Hauptkirche von Cambridge, 'Great St Mary's Chruch', besichtigt. Nachdem man es durch das enge Stiegenhaus hoch geschafft hat, hat man kilomeeeterlangen Ausblick ins Umland (weil die Aussicht ja nirgends von Bergen begrenzt wird )

 

London

Ausflüge nach London durften natürlich auch nicht fehlen, einmal alle zusammen, und einmal nur die Gäste allein, manchmal müssen Toni und ich ja schliesslich auch arbeiten...

Wir besichtigten das Kloster von Westminster Abbey:

Vom Bus nach 'Victoria' war vor allem Victoria sehr begeistert

 

Wenn man so viel rumläuft, muss man natürlich auch mal ausruhen (Christl nutzte die Pause, um was nachzulesen )

Außerdem besichtigten wir noch die Tower Bridge, wo man die alten Maschinenräume anschauen kann, und oben zwischen den zwei Türmen hin- und hergehen. Die Brücke wurde etwa 1894 fertiggstellt, und die Zugbrücken wurden damals mit dampfbetriebenen Pumpen gehoben - ziemlich beeindruckende Ingenieursleistung für die Zeit.

Maschinenraum:

Aussicht von der kleinen Brücke oben zwischen den Türmen:

 

Hunstanton und King's Lynn

Natürlich stand auch ein Ausflug ans Meer am Programm, und zwar ging es mit den Öffis nach Hunstanton. Wir erwischten super Wetter, es war so warm, dass (fast) alle mit den Füßen ins Meer gingen.

Achja, wie man sieht, war gerade Ebbe:

Die bereits bekannten dreifärbigen Klippen:

 Und Strand, Strand, Strand...:

 

Dort sahen wir die süßeste, fluschigste, flauschigste, entzückendste Entenfamilie überhaupt:

 

Auf der Heimfahrt machten wir auch noch einen Zwischenstopp in King's Lynn:

 

 

Blakeney

Und weil es am Meer so schön ist, fuhren wir auch noch nach Blakeney, um den Robben dort wieder mal einen Besuch abzustatten. Diesmal hatten wir mit dem Wetter nicht so viel Glück, aber wir waren ja alle gut ausgerüstet, und im Pub konnten wir uns dann auch wieder gut aufwärmen.

Selfie am Boot (endlich ist Toni auch mal am Photo) :

Damenbild:

Und da sind schon die Robben! Das Wasser geht da gerade mit der Ebbe zurück und dort ist schon eine Sandbank, die als das Wasser später noch mehr zurück ging, schon ganz als Insel aus dem Wasser ragte, und dort können sich die Robben gemütlich ausruhen.

Noch ein Damenbild (ja, hier geht ein bisschen der Wind):

Und hier saß ein Schiff wegen der Ebbe im Trockenen!

Wir hoffen, euch hat es genau so gut gefallen wie uns und wir sehen uns bald wieder! Und über Besuch freuen wir uns immer!

 

Seven Sisters yippie!

Donnerstag, 08.05.2014

So, vor Eeewigkeiten machten wir einen Geburtstagsausflug in den Süden Englands - jaaa, ich schreib jetzt wieder regelmäßiger Blog...

Jedenfalls war der Ausflug super! Toni hat ihn für meinen Geburtstag organisiert, und zwar zum Beachy Head, in der Nähe von Eastbourne. Dort übernachteten wir in einem echten Leuchtturm! Inzwischen wird dieser Leuchtturm nicht mehr benutzt, da er oben auf den Klippen steht und dort manchmal Nebel ist, und man dann sein Licht vom Meer aus natürlich nicht sieht, deswegen wurde dort unten direkt im Meer ein neuer Leuchtturm gebaut. Und deshalb wurde er in ein B&B (Bed&Breakfast-Frühstückspension) umfunktioniert..

Wir hatten das allerallertollste Zimmer, direkt im Turm! Das Zimmer, das früher der Leuchtturmwärter hatte! Deswegen waren auch alle Wände rund, und auch das Bett war am Fußende abgerundet, also gut, dass ich nicht so groß bin!

 

Die Gegend ist bekannt für die hohen Klippen aus Kreide, über 160 m hoch, das ist in Engand schon mega-hoch, hihi. Diese Kreidefelsen brechen auch immer wieder mal ein bisschen ab, und Gestein fällt ins Meer, dadurch kommen immer wieder neue Gesteinsschichten zum Vorschein, und deswegen sind die Klippen viel weißer (und laut der lokalen Bevölkerung sowieso viiiel besser) als die Klippen in Dover.

 

Und da die Klippen immer weiter erodieren, musste der Leuchtturm vor ein paar Jahren um einige Meter nach hinten verschoben werden, damit er nicht mit ins Meer runter fällt. Das Ganze bewerkstelligte man mit einer Schienenkonstruktion, auf der er als Ganzes hinterverschoben wurde, was schon eine ziemlich beeindruckende Ingenieursleistung ist. Und hier steht er jetzt:

Achja, die Aussicht direkt von unserem Fenster ist übrigens das Cover-Photo vom rough guide Reiseführer nur Toni machte es in der Morgendämmerung:

Und beim Sonnenuntergang fand er dann natürlich auch super Motive:

Bevor wir dann im örtlichen Pub, dem Tiger Inn, zu Abend aßen:

Und weil wir gerade beim Essen sind, apropos B&B, also Frühstück:

 

Außerdem besonders begeistert waren wir vom oberen Teil vom Leuchtturm, dem 'lantern room'! Man konnte drinnen sitzen und den 360°- Rundblick genießen, und auch außen drumrum gehen und die Aussicht genießen:

 

Die Decke vom 'lantern room':

 

 

Wir spazierten die Klippen entlang, eine Kette von 7 kleinen Hügeln, mit 'gaps' dazwischen (please mind the gap'...), eigentlich sind es 8 kleine Hügel, und gleich anschließend noch beachy head, der höchste der Hügel mit über 160 m, und dann spazierten wir natürlich auch ans Meer runter, wo es bei Ebbe Strand gibt.

Ausblick von beachy head auf den neuen Leuchtturm, bei Flut kommt man dort nur mit dem Boot hin:

 

 Am Strand:

Wir besuchten auch ein Info-Zentrum inklusive Teehaus, das schon ganz an der Klippe steht, und sobald es anfängt, runterzupurzeln, wird es einfach aufgegeben, so wie das restliche Dorf dort:

 

Achja, in der Gegend gibt es auch sehr viele Schafe, und wir besuchten auch einen Schafbauernhof:

Die jungen Lämmer sind sooo süß! Manche werden mit der Flasche gefüttert, meistens wenn die Mutter drei oder vier Lämmer hatte und nicht für alle genug Milch. Hier ist also der kleine Ron:

 

Außerdem machten wir noch einen Ausflug nach Eastbourne, wo natürlich ein Pier nicht fehlen darf:

Und nach Alfriston, DEM englischen Dorf schlechthin (altes Pub, Teehaus, alte Kirche, kleiner Fluß mit Weidebäumen, umgeben von grünen Wiesen, Schwäne, Enten, kleine Häuser mit Stohdach und englischen Vorgärten, alte Fachwerkhäuser, also kurz gesagt eben typisch englisch):

 

 Ich freu mich schon auf meinen nächsten Geburtstagsausflug

Besuch aus der Heimat

Donnerstag, 17.04.2014

Unlängst erhielten wir Besuch einer Abordnung des Musikvereins Weißkirchen .

Unter anderem machten wir natürlich Cambridge unsicher, und genossen beim Punting, dass wir bei Sonnenschein von jemandem auf der Cam chauffiert wurden (und wir nicht selbst antauchen mussten).

Dabei war die Aussicht natürlich auch ganz nett:

 

Nach London ging es natürlich auch mal - Achtung, die Weißkirchner kommen!

Ein blaues Huhn am Trafalgar Square, und das am St. Patrick's Day, wo man sich doch grün anziehen muss!

 

Westminster Abbey - ja, dort haben Kate und William geheiratet...

 

Big Ben und Houses of Parliament, vom anderen Themse-Ufer aus gesehen:

 

Nochmal das Ganze, hab ich übrigens schon erwähnt, dass wir super Wetter hatten? (vor lauter Sonnenschein hab ich die Augen zu):

 

Und nochmal der Big Ben, 96,3 m hoch und 1858 fertiggestellt.

 

Das London Eye, natürlich bei Weitem nicht so schön wie das Riesenrad im Prater

 

Links das 'Walkie Talkie', ein noch nicht fertiggestelltes Hochhaus, und ich finde mit den Kränen schaut es aus wie eine Ameise mit Fühlern:

 

Die Tower Bridge im Abendrot:

 

Bilder vom 'Shard', dem höchsten Gebäude Großbritanniens:

 

Hooooo-ruck! Rechts die City Hall, das Rathaus:

 

 

Ein Ausflug nach Camden Town:

 

Die Wachen vor dem Buckingham Palace:

Hier trafen wir auch die Queen, die sich sehr freute, uns zu sehen, und uns gleich Tipps gab, wo wir shoppen gehen können:

 

Und hier waren wir noch ein bisschen Shoppen...

 

Es war uns ein Volksfest! Und der Test, ob wir tatsächlich vier Besucher in unserm Haus unterbringen können, ist auch geglückt. Fühlt euch also eingeladen!

 

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.